45 Jahre Stiftung Eichholz

Ein Heim für Männer…
Am 28. November 1968 wurde die Organisation unter dem Namen «Stiftung Männerheim Zug» gegründet. Das vordergründige Ziel war, Unterkunftsmöglichkeiten für Männer zu schaffen, die am Rande der Gesellschaft lebten, sich nicht mehr selber versorgen konnten und meist auch mit Alkoholproblemen zu kämpfen hatten. Man wollte diesen Männern – die meisten von ihnen konnten noch einer Arbeit nachgehen – ein Zuhause schaffen, in dem sie mit dem Nötigsten versorgt wurden (Bett und warmes Essen, ein Dach über dem Kopf). Zunächst wurde der Betrieb als Provisorium im «ehemaligen Absonderungshaus» an der Aabachstrasse in Zug betrieben. Zehn Pensionäre fanden darin Platz, doch bereits nach kurzer Zeit war es restlos überfüllt.

Spatenstich für neues Männerheim

Im März 1970 kam es zum Spatenstich für das neue Männerheim am heutigen Standort in Steinhausen. An der Finanzierung des Projekts beteiligten sich alle Zuger Gemeinden. Am 22. Mai 1971 fand die feierliche Eröffnung statt und dieses Datum gilt uns auch als Berechnungsbasis für das heutige 45-jährige Bestehen. Bereits drei Monate nach Eröffnung war das Haus erneut mit 37 Pensionären voll belegt – zu dieser Zeit noch in 4er- und 6er-Zimmer untergebracht.

Totalsanierung im Jahr 1994

Seitdem hat sich viel getan. 1994-96 wurde das Haus totalsaniert und den neuen Anforderungen und dem Klientel angepasst. Auch an dieser Finanzierung beteiligten sich alle Zuger Gemeinden. Es entstanden vorwiegend Einzelzimmer und erstmals wurde eine Betreuung durch psychiatrische Fachpersonen integriert. Ab 1979 stand das Haus auch Frauen offen und es wurde ein bedarfsgerechtes Angebot etabliert.

Psychiatrie und Sucht

Vermehrt kamen Bewohnerinnen und Bewohner ins Haus, deren Leben durch ein psychiatrisches Krankheitsbild (Schizophrenie, Depressionen etc.) und/oder einer Suchterkrankung geprägt war. Das Personal wurde mit Fachpersonen erweitert und die Abläufe in der gesamten Institution professionalisiert. Die Zusammenarbeit mit Ärzten, der Psychiatrischen Klinik am Zugersee, den Sozialdiensten etc. wurde intensiviert. Da immer weniger Bewohnerinnen und Bewohner den wachsenden Ansprüchen in der Wirtschaft standhalten konnten, wurde in der Institution ein internes Beschäftigungsangebot installiert.

Grosser Bedarf, volle Belegung

Seit Jahren kann die Stiftung Eichholz auf eine volle Belegung zurückschauen. Dies motiviert alle Beteiligten, das Betreuungsangebot bedarfsgerecht und nach neusten Konzepten und Entwicklungen in der Psychiatrie weiter zu entwickeln und andererseits die Institution nach modernen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen auszurichten unter dem Motto: «So viel Selbstständigkeit wie möglich, soviel Unterstützung wie nötig».


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