Selbstbestimmung bedeutet für mich…?

Was bedeutet für Sie Selbstbestimmung? Lesen Sie die Antworten von unseren Dienstleistungsnutzenden, Mitarbeitenden wie auch von anderen Personen aus dem Umfeld der Stiftung Eichholz auf diese Frage.


«Im Eichholz leben wir Selbstbestimmung. Zum Beispiel zum Thema Arbeiten: Ich kann meine Wünsche einbringen, und es wird geschaut, welche Möglichkeiten es gibt, um meine Wünsche zu füllen».

Herr Hübscher, Bewohner


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«Zur Selbstbestimmung gehört für mich unter anderem, dass ich selbst entscheiden kann, in welcher Wohnform ich leben möchte. Mit den verschiedenen Angeboten an Wohnformen unterstützen wir dies auch in unserer Stiftung.»

 Peter Witschi, Co-Institutionsleiter

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«Ich arbeite beim Kanton Zug für das Behindertenwesen. Ich bin wie jeder Mensch: Manches kann ich gut, anderes nicht so. Darum ist Silvan Stricker mein Co-Leiter. Wir teilen uns auf: Er macht, was ihm besser liegt – ich mache, was mir besser passt. Auch das ist Selbstbestimmung. Und so sind wir zusammen richtig gut.»

Anita Müller-Rüegg, Kantonales Sozialamt Zug, Abteilungsleiterin Soziale Einrichtungen

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«Selbstbestimmung heisst für mich, eine Stimme zu haben, für meine Anliegen einzustehen und das Gefühl zu haben, in der Gesellschaft integriert zu sein.»

Leandra Kaufmann, Mitarbeiterin Betreuung

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 «Selbstbestimmung bedeutet für mich, selber entscheiden können und nicht bevormundet zu werden. Zum Beispiel, dass ich hier gehen und kommen kann, wann ich will, ohne An- und Abmelden. Wenn man mich einmal am Tag sieht, reicht das».

Herr Gamma, Bewohner


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«Selbstbestimmung bedeutet für mich, dass ich Verantwortung für mein Handeln, meine Wünsche, meine Vorzüge wie auch Eigenheiten trage, mit all ihren Konsequenzen. Ich nehme an, was mir das Leben gibt, und gehe damit meinen Weg, auch wenn dies Umwege bedeutet.»

Lorena Heini, Mitarbeiterin Atelier
 

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«Selbstbestimmung bedeutet für mich, selber Entscheidungen zu treffen und selbst entscheiden zu dürfen. Ich habe das Gefühl, im Eichholz Freiraum zu haben und keine ‘Befehle` zu erhalten».

Frau Colosio, Bewohnerin

 

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«Ich bin froh, dass ich selbst waschen, einkaufen und kochen kann, obschon ich das alles erlernen musste. In der Aussenwohngruppe habe ich viel mehr Freiheiten, das schätze ich sehr, aber auch eine grössere Verantwortung.»

Herr Iten, Bewohner

 
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«Selbstbestimmung heisst für mich, das zu tun, was mir gefällt, ohne dass ich dabei meine Mitmenschen in irgendeiner Art einschränke. Im Eichholz wird die Selbstbestimmung unter Rücksichtnahme aller Dienstleistungsnutzenden und dem Personal gelebt und gefördert, indem wir unseren Dienstleistungsnutzenden aufmerksam und auf Augenhöhe begegnen.»

Martin Meier, Bereichsleiter Arbeit


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«Selbstbestimmung heisst für mich: Wenn ich im Zimmer sein will, kann ich im Zimmer sein. Niemand wird mich stören. Und ich kann selbst entscheiden, wann ich in der Stiftung essen möchte – natürlich im Rahmen der Essenszeiten.»

Frau Lötscher, Bewohnerin

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«Ich habe festgestellt, dass im Eichholz im Vergleich zu früheren Jahren viel offener mit den Menschen gesprochen werde, wir in Entscheidungen miteinbezogen werden und alle deutlich mehr Kompromissbereitschaft zeigen».

Herr Suter, Bewohner
 

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«Selbstbestimmung bedeutet für mich, so zu leben, wie ich das möchte –  gerade in Bezug auf Arbeit, Wohnen, Partnerschaft, und das im Bewusstsein der eigenen und der gesellschaftlichen Grenzen.»

Silke Schmidt, Bereichsleiterin Betreuung

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«Selbstbestimmung bedeutet für mich vor allem Privatsphäre, dass ich mich zurückziehen kann, wann ich das möchte, ohne Angst haben zu müssen, dass ich dabei gestört werde».

Herr Becirbasic, Bewohner

 

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«Selbstbestimmung heisst, dass ich in der Stiftung leben, an den Ferien teilnehmen, Ausflüge wählen und an Aktivitäten teilnehmen kann. Und dass ich das Essen in den Ferien auswählen kann. Samstags putze ich immer mein Zimmer, weil ich an diesem Tag frei habe.»

Frau Buholzer, Bewohnerin
 

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«Selbstbestimmung heisst für mich konkret, dass ich für mich selbst und mein Leben Entscheidungen treffen, die ich mit meinem Umfeld und den Rahmenbedingungen abgeglichen habe. Das heisst meine Selbstbestimmung geht soweit, dass diese auch mit dem Umfeld verträglich sind.»

Markus Zurfluh, Mitarbeiter Betreuung

 

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«Selbstbestimmung bedeutet für mich, frei wählen zu können, was ich machen möchte und wie ich leben möchte, und dies im Rahmen meiner Möglichkeiten und Fähigkeiten. Selbstbestimmung hört auf, wo ich andere Menschen einschränke oder verletzte.»

Catherine Wehrli, Mitglied Stiftungsrat


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«Selbstbestimmung heisst: Ich darf ein selbstbestimmtes Leben führen. Und ich wünsche mir das auch für Menschen mit einer Beeinträchtigung, soweit ihre Entscheidungsfähigkeit durch die persönliche körperliche und psychische Situation nicht eingeschränkt wird.»

Theres Arnet-Vanoni, Präsidentin Stiftungsrat


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«Selbstbestimmung im Sport und im Alltag lebe ich unter dem Motto "Fairplay". Dieser Verhaltenskodex erfordert das Einhalten der Spielregeln, den respektvollen Umgang mit meinen Mitspielern und Gegnern und das Achten ihrer Würde.»

Nadja Strebel, Trainerin Leistungssport, Merenschwand
   

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«Selbstbestimmung ist für mich das Gegenteil von Bevormundung. Abgesehen von der Medikamentenabgabe, regele ich alles andere selbst.»

Frau Canico, Bewohnerin

 

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«Selbstbestimmung hat für mich einen hohen Stellenwert. Selbstbestimmung basiert auf Motivation, etwas zu erreichen oder zu verändern und für sich das Passende zu erschaffen. Damit bahnt es den Weg zu Zufriedenheit und Glücksmomenten.»

Dr. Christina Stork, Oberärztin, Triaplus AG

   
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«Die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention führt zu einem Perspektivenwechsel. Weg von diskriminierten Menschen mit Behinderung hin zu Menschen, die eine volle Teilhabe in allen Lebensbereichen erwarten dürfen. Ganz im Sinne von Selbstbestimmung.»

Vroni Straub-Müller, Mitglied Stiftungsrat, Kantonsrätin

 

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«Selbstbestimmung bedeutet für mich, etwas frei entscheiden zu dürfen ­ unabhängig davon, wie andere darüber denken, und unabhängig davon, welche Konsequenzen sich daraus für mich entwickeln. Selbstbestimmung sollte jedoch von gesundem Menschenverstand geprägt sein».

Thomas Räth, Mitarbeiter Betreuung